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Veröffentlicht in der Handelszeitung Nr.36 2. - 8.Sept 2009 Seite 19

Chefsache

Die eigene Gesundheit ist Chefsache

Geschäftsführer, 3dknowledgeplan Systemanalysen, Sugiez.

Die Methode der Bundeshauspolitik zur Steigerung der Gesundheitskosten heisst: Immer neue Sparmassnahmen. Das heisst, es wird an einem kleinen, abgegrenzten Teil des Gesundheitssystems eine Sparmassnahme beschlossen, im ganzen Gesundheitssystem darum herum steigen die Kosten aber wesentlich mehr, als die Kosteneinsparung der Sparmassnahme ausmacht. Die Diskussionen, wer daran schuld ist, sind bekannt.
Bei den Chefs ist die eigene Gesundheit aber Chefsache, deshalb haben sie eine Alternative zu den Bundeshausmassnahmen: Das Ziel ist, dass jeder Chef möglichst lange seine eigene, gute Gesundheit erhalten kann. Verschiedene Studien zeigen, wie das machbar ist. Zum Beispiel gemäss Khaw-Studie lässt sich eine Lebensverlängerung von 14 Jahren erzielen, durch gesundes Verhalten, welches folgendermassen definiert wurde: 1. Konsequenter Rauchverzicht. 2. Moderater Alkoholkonsum (weniger als fünf Gläser Wein beziehungsweise 2,5 l Bier pro Woche). 3. Gute Vitamin-C-Werte, die einem täg-

«Die fünf Portionen Obst und Gemüse lassen sich zwar meist nur mit Nahrungsergänzungsmitteln erreichen.»

lichen Konsum von fünf Portionen Obst und Gemüse entsprechen. 4. Täglich über eine Stunde Bewegung.
Die Gesundheitserhaltung funktioniert bei immer mehr Chefs gut. Die fünf Portionen Obst und Gemüse lassen sich bei den vielbeschäftigten Chefs zwar meist nur mit Nahrungsergänzungsmitteln erreichen, mit Pulver in Kapselform aus Früchten und Gemüse. Doch die Erfahrung zeigt: Die gesunden und fitten Chefs sind im anspruchsvollen Berufsleben erfolgreicher. Dazu ist auch ein Entscheid vom Chef persönlich gefragt. Das gilt auch bei den bekannten Businesslunchs. Doch auch da haben sich die Zeiten geändert, denn es gibt heutzutage auch dort immer mehr Früchte und Gemüse in verschiedenen Varianten.
Die eigene Gesundheit ist Chefsache. Da müssen die Chefs den gewünschten Leistungsumfang der Krankenkasse selbst bestimmen und den gewünschten Selbstbehalt bei der Krankenkasse wählen. Dabei legen sie auch fest, wie viel sie mitbezahlen an die Bundeshausmassnahmen im Gesundheitswesen und wie viel sie in die Alternative, die eigene Gesundheitserhaltungspolitik, investieren.
Je nach gesetztem Ziel, lohnt es sich für den Chef, einer Gesundheitserhaltungs-Kasse beizutreten und von deren Angebot und Erfahrungen zu profitieren. Doch einen Anteil der Kosten der Bundeshausmassnahmen Müssen auch die Chefs mitbezahlen, ob sie wollen oder nicht ...

Quellenangabe:
Khaw-Studie = Khaw KT et al. Combined impact of health behaviours and mortality in men and women: the EPIC-Norfolk Prospective Population Study. PLoS Mediane 2008; 5: e


Mit freundlicher Genehmigung der Handelszeitung.


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Veröffentlicht in der Handelszeitung Nr.44 1. - 7.Nov 2006 Seite 23

Gewinne in vernünftiger Höhe erreichen

Thomas Keller, Projektleitungen, Sugiez

Wird das Gewinnziel zu hoch gesetzt, was heute für viele Chefs verlockend ist, führt es zum Verscherbeln des Tafelsilbers und langfristig meist zur Krise im Unternehmen. Einige bekannte Unternehmen in der Schweiz haben das erfahren und sind jetzt Teil der früheren Konkurrenz. Wie lässt sich das erkennen? Der Gewinn steigt stark, ohne dass es sich mit Verbesserungen für den Kunden, in den eigenen Produkten oder Dienstleistungen erklären lässt.
Leider wird aber eine solche sich anbahnende Krise oft verdrängt und ignoriert. In der strategischen oder strukturellen Phase lässt sich noch einfacher eine Lösung finden. Entwickelt sie sich weiter zur Ergebnis- oder sogar Liquiditätskrise, wird die Lösungsfindung noch schwieriger.
Wie lässt sich das vermeiden? Einer Gruppe von Möglichkeiten kann mit den eigenen Fähigkeiten des Chefs und zweckmässigen Weiterbildungen begegnet

"Die Chefs müssen in einem Aktionsprogramm erreichbare, ausreichend definierte Ziele für die Zukunft verfassen."

werden. Wichtig ist, die betrieblichen Zusammenhänge im Auge zu behalten; so wird ein sich anbahnendes Problem am schnellsten erkannt. Die Chefs müssen erreichbare, ausreichend definierte Ziele verfassen in einem Aktionsprogramm für die Zukunft. Durch ein vorausschauendes Studieren des Marktes gelingt es, die geeignete Strategie zu schaffen, um den eigenen Vorsprung zu wahren.
Dabei sind die eigenen Stärken zu nutzen, denn mit den eigenen Schwächen lässt sich nichts erreichen. Die Kunden sind dankbar, wenn die betrieblichen Organisationen transparent und auf sie ausgerichtet sind. Der Chef darin übernimmt auch Verantwortung für sein Handeln und kommuniziert es gegen aussen. Dabei fördert er Innovationen, die etwas zum Betriebserfolg beitragen.
Der anderen Gruppe von Möglichkeiten kann mit den Fähigkeiten der Schlüsselmitarbeiter begegnet werden. Wichtig ist, den Chef-Stellvertreter und die Gefolgsleute zu mobilisieren, dass sie die Visionen und die Werte des Unternehmens teilen. Das kann nur durch eine überzeugende Begründung erfolgen und mit Gesprächen, die auf die Einwände eingehen. Inwieweit es klappt, kann an den Mitarbeitern der Schlüsselstellen erkannt werden: Wenn sie sich getrauen, ein sich abzeichnendes Problem dem Chef mitzuteilen.
Dazu braucht es ein Vertrauensverhältnis, in dem persönliche Verantwortung, Eigenverantwortung, Qualität der Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.


Mit freundlicher Genehmigung der Handelszeitung.